Ina Rashid  

Ina Rashid

Das Projekt „Geschulte Schlaganfallhelferinnen und Schlaganfallhelfer – ein partnerschaftliches Modell für die wohnortnahe Versorgung“ [GeSa] konnte sich zusammen mit insgesamt 18 anderen Projekten aus ganz Nordrhein-Westfalen profilieren und ist in die Landesinitiative "Gesundes Land Nordrhein-Westfalen" aufgenommen worden. Fortan dürfen wir das Qualitätssiegel "Beispielhaftes Projekt Landesinitiative Gesundes Land Nordrhein-Westfalen 2014" tragen. Das Projekt „GeSa“ wurde als vorbildlich für die Weiterentwicklung des nordrhein-westfälischen Gesundheitswesens bewertet.

Jährlich wird zum Wettbewerb um den Gesundheitspreis Nordrhein-Westfalen aufgerufen. 2014 hat die Gesundheitsministerin Barbara Steffens (MGEPA NRW) den Schwerpunkt auf die "Verbesserung der gesundheitlichen Versorgung von Menschen mit Behinderungen" gelegt, da „das Gesundheitssystem in vielen Bereichen noch nicht ausreichend auf die besondere Situation, den Bedarf und die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen ausgerichtet ist“.

Im Rahmen dieses Wettbewerbes werden Akteurinnen und Akteure des Gesundheitswesens eingeladen, innovative Projekte vorzustellen und sich so an der Ausschreibung zu beteiligen. Nur qualitativ hochwertige Ansätze werden in die Landesinitiative aufgenommen.

Wir sind daher stolz auf die bereits erreichten Ergebnisse und möchten uns bei allen Partnern, Unterstützern und Mitwirkenden bedanken und blicken mit Zuversicht dem neuen Jahr entgegen.

 

Mit den besten Wünschen für eine fröhliche und beschauliche Adventszeit verbleibt,

Ihr GeSa-Team

Sowohl am 20. September 2014 als auch am 15. November 2014 fand jeweils ein Reflexions-Workshop für aktive schlaganfallhelferinnen und Schlaganfallhelfer statt.

Diese dienten vorrangig dem Erfahrungsaustausch bezüglich der Begleitungen von Schlaganfall-Betroffenen und deren Familienangehörigen. Darüber hinaus wurden aktuelle Fragestellungen besprochen sowie die Rolle, Aufgaben und Ziele von geschulten Schlaganfallhelferinnen und Schlaganfallhelfern diskutiert und spezifiziert.

Das Ergebnis wird in folgendem Schaubild verdeutlicht:

 

Während des 2. Workshops wurde zusätzlich ein Refresher zum Thema „Kommunikation“ durchgeführt, welcher mit Videobeispielen anschauliche Grundlagen für eine angeregte Diskussion lieferte. Im Anschluss daran bereicherten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Austausch mit aktuellen Beispielen aus ihrer eigenen praktischen Tätigkeit als Schlaganfallhelferin bzw. Schlaganfallhelfer.

Dafür möchten wir uns nochmals bei allen bedanken! Ihr GeSa-Team

Die ambulante Versorgung von Schlaganfall-Patienten in Deutschland erhält neue Impulse.

 

In Gütersloh kamen auf Einladung der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe erstmals Nachsorgeprojekte aus vielen Teilen Deutschlands zusammen. Gemeinsam ist allen, dass sie insbesondere die ambulante Nachsorge für Schlaganfall-Patienten verbessern wollen.

Die Teilnehmer*innen begrüßten die Chance sich bundesweit zu vernetzen und nutzen die Zeit, um Ideen und erste Konzepte auszutauschen bzw. bisherigen Ergebnisse zu präsentieren. Frau Rashid begeisterte im kreativen Speed-Dating die Gäste der Tagung mit einer kurzen Einführung ins Projekt „GeSa“ [Geschulte Schlaganfallhelferinnen und Schlaganfallhelfer – ein partnerschaftliches Modell in der wohnortnahen Versorgung], woraufhin sich angeregte Diskussionen am vorgestellten Poster des Projektes ergaben.

Die Deutsche Schlaganfall-Hilfe strebt an, für diesen Austausch ein regelmäßiges Forum einzurichten. Langfristiges und gemeinsames Ziel ist es, Schlaganfall-Lotsen und ähnliche Projekte fest im deutschen Gesundheitssystem zu verankern.

 

Speed-Dating: Ina Rashid (wiss. Mitarbeiterin Hochschule für Gesundheit Bochum), Thorsten Wagner (Moderator) / Einführungsrede: Dr. Brigitte Mohn (Kuratoriumsvorsitzende der Deutschen Schlaganfall-Hilfe)

 

Poster-Galerie / Podiumsdiskussion (von links): Thorsten Wagner (Moderator), Ulrich Nolte (Sozialdienst Uniklinik Münster), Prof. Dr. Darius Günther Nabavi (Kuratorium Deutsche Schlaganfall-Hilfe berlin), Annette Harnischfeger (Sprecherin Schlaganfall-SHG Kreis Gütersloh & Schlaganfallhelferin im Projekt GeSa) und Jürgen Schwabe (Barmer-GEK)

 

Nach 11 spannenden Schulungstagen in den Monaten März bis Mai 2014 ist es nun soweit. Am 18.05.2014 haben 21 Schlaganfallhelferinnen und Schlaganfallhelfer in NRW den Pilotkurs erfolgreich angeschlossen. In den nächsten Wochen starten sie in die ca. 6-monatige Begleitung von Schlaganfallbetroffenen und ihren Familien. Vielen Dank für ihr Engagement!

Viele Schlaganfall-Betroffene brauchen lebenslang Unterstützung

 „Meine Schlaganfall-Helferin war meine Schwester“, erzählt Thomas Fritz heute voller Dankbarkeit. Als der 52-jährige Bochumer in der Zeitung las, dass es nun gar eine Ausbildung zum Schlaganfall-Helfer geben soll, griff er gleich zum Hörer.

 Die Diagnose Schlaganfall verändert oft alles. Die Betroffenen stehen plötzlich vor der größten Herausforderung ihres Lebens. Viele Menschen fallen durch diese Krise ins Bodenlose. Häufig führt der Schlaganfall die Betroffenen und deren Angehörige in die Isolation. Die körperliche Behinderung schränkt die Betroffenen in ihrer Mobilität ein. Die psychischen Folgen nehmen vielen Menschen jeglichen Antrieb, sich aktiv um ihre Gesundheit zu kümmern und am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Dazu kommt: Viele kennen weder mögliche Hilfeleistungen noch ihre Rechte, diese in Anspruch zu nehmen.

 Thomas Fritz hatte Glück im Unglück. Er erlitt seinen Schlaganfall vor 25 Jahren, beim Tauchen in Frankreich. Drei Wochen lang lag der Maschinenbaustudent im Koma. Als er aufwachte, war seine Schwester für ihn da und begleitete ihn anderthalb Jahre lang. Für Fritz ist klar, dass Schlaganfall-Betroffene solche Unterstützung dringend brauchen.

 „Viele Betroffene werden durch Menschen aus ihrem Umfeld betreut und gepflegt. Doch die Pflege der Schlaganfall-Patienten führt bei Angehörigen oder Bekannten zur Überlastung und sozialen Isolation. Hier ist es wichtig, Entlastung zu schaffen“, erklärte Prof. Dr. Kerstin Bilda, Leiterin des Studienbereichs Logopädie der Hochschule für Gesundheit (hsg) in Bochum.

 In Nordrhein-Westfalen sollen jetzt ehrenamtliche Schlaganfall-Helferinnen und -Helfer Betroffene auf ihrem Weg zurück in Leben unterstützen. Die hsg und die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe haben dieses innovative Modellprojekt mit dem Titel ‚Geschulte Schlaganfallhelferinnen und Schlaganfallhelfer – Ein partnerschaftliches Modell für die wohnortnahe Versorgung‘ (GeSa) im Julii 2013 gestartet. Mehr als 20 Interessierte werden ab Ende März 2014 geschult. Nach elf Schulungstagen werden sie im Juni 2014 ihre ehrenamtliche Tätigkeit aufnehmen.

 Wissenschaftlich begleitet werden die Helferinnen und Helfer ein halbes Jahr lang durch die Hochschule für Gesundheit. Gesucht wird dabei eine Antwort auf die Frage, ob die Versorgung von Schlaganfall-Betroffenen sowie von deren Angehörigen in Deutschland durch ein ehrenamtliches Modell sinnvoll ergänzt und unterstützt werden kann. Stefan Stricker von der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe sagt: „Ja, denn viele Schlaganfall-Betroffene sind auf lebenslange Begleitung angewiesen. Das kann unser System kaum leisten.“

 Das Modell des ehrenamtlichen Engagements versteht sich als qualitative Bereicherung und ergänzende Hilfe in der Langzeitversorgung bei Schlaganfall. „Der gezielte und begründete Einsatz von Ehrenamtlichen und freiwillig Engagierten kann unter definierten Rahmenbedingungen zu einem Qualitätsmerkmal ambulanter Versorgung bei Schlaganfall werden“, so Bilda.

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Kontakt

Prof. Dr. Kerstin Bilda

Professorin an der Hochschule für Gesundheit

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Telefon: +49 234 77727-610
Fax: +49 234 77727-809

 

Stefan Stricker

Integrierte Versorgung in der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe

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Telefon: +49 5241 9770-49
Fax:
+49 5241 81-681749

 

 

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